Duftintensitäten und Duftwirkung

Düfte sind eine Bereicherung für unser Leben und eng mit unserem Unterbewusstsein verbunden. Bei der Duftwirkung eines Parfüms spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle. Es kommt nicht nur auf das Zusammenspiel der verwendeten Duftnoten an, auch die Konzentration der Duftstoffe hat großen Einfluss darauf, wie wir ein Parfüm wahrnehmen.

Duftkonzentrationen

Duftkonzentrationen

Parfüm ist nicht gleich Parfüm – es gibt vier Arten von Duftwasser, die sich in ihrer Duftkonzentration voneinander unterscheiden. Die Basis eines jeden Parfüms bilden Alkohol und destilliertes Wasser. Der prozentuale Anteil der darin gelösten Duftessenzen bestimmt die Intensität, Haltbarkeit und nicht zuletzt die Qualität einer Duftkomposition:

  • Das Eau de Cologne besitzt den geringsten Anteil an Riechstoffen und somit die leichteste Duftwirkung. Die Konzentration liegt bei drei bis sechs Prozent, die Duftwirkung hält bis zi zwei Stunden an.
  • Ein Eau de Toilette besitzt eine Duftkonzentration von sechs bis neun Prozent und eignet sich gut als leichtes Alltagsparfüm. Die Duftwirkung verfliegt nach etwa drei Stunden.
  • Das Eau de Parfum darf sich wahrhaftig Parfüm nennen und ist am häufigsten zu finden. Der Riechstoffanteil liegt bei neun bis 15 Prozent und duftet bis zu acht Stunden lang. Dadurch ist es gleichermaßen ideal für Alltag und besondere Anlässe.
  • Ein Extrait ist für den normalen Gebrauch fast zu hoch dosiert und besteht zu 30 bis 40 Prozent aus Duftessenzen. Dennoch gibt es einige Düfte mit dieser Intensität, die auch entsprechend lange duften.

Je höher die Konzentration an Riechstoffen, desto teurer und kostbarer ist auch das Parfüm. Wenn Sie Parfüm auftragen, hängt die Intensität der Duftwirkung ebenfalls von der verwendeten Menge Parfüm ab. Zwei bis drei Sprühstöße reichen aus, damit sich Ihr Lieblingsduft harmonisch entfalten kann.

Duftempfinden

Duftempfinden

Unser Duftempfinden ist stark von persönlichen Erfahrungen geprägt. Jeder wahrgenommene Geruch wird von unserem Gehirn mit Erinnerungen und Emotionen verknüpft, auch wenn wir uns dessen gar nicht bewusst sind. Das macht den Geruchssinn zum faszinierendsten all unserer Sinne. Ein vertrauter Duft kann Sie an einen anderen Ort versetzen oder ein längst zurückliegendes Erlebnis wachrufen. Die Verbindung zwischen Gerüchen und Gefühlen hängt mit einem der ältesten Teile unseres Gehirns zusammen, dem limbischen System. Es dient der Verarbeitung von Emotionen und bildet zusammen mit dem Hippocampus unser Langzeitgedächtnis. Dieses Phänomen macht sich vor allem die Aromatherapie zunutze, die auch bei der Behandlung von Depressionen und Demenz eingesetzt wird. Bestimmte Duftessenzen wie Bergamotte oder Zitrone wirken stimmungsaufhellen, während Jasmin oder Baldrian uns beruhigen und tierische Duftstoffe sogar eine aphrodisierende Wirkung haben können.
Generell nehmen Frauen Düfte intensiver wahr als Männer und reagieren empfindlicher auf Gerüche. Dieses Verhalten wird auch durch Erfahrungswerte beeinflusst: Je älter wir werden, desto eher stufen wir bestimmte Gerüche als unangenehm ein. Das Trägermedium spielt bei unserem Duftempfinden ebenfalls eine wichtige Rolle. Ein Parfüm entfaltet auf der Haut ein anderes Aroma als auf Stoff oder Papier. Parfümierte Kosmetik duftet oft dezenter als die zugehörige Parfümkreation und muss anders komponiert werden, um die gleiche Duftwirkung zu erzielen.